Windows 10 - Erstes Resumé und einige Tipps

Seit einigen Tagen schon wird Windows 10 über die Update Funktion bei vielen heimischen Systemen installiert. Zeit für ein erstes Resümee und eine kleine Sammlung erster Tipps & Tricks.

Mein ganz persönliches Fazit nach 14 Tagen mit Windows 10: Die Optik gefällt, die Performance ist ok und Probleme mit meiner eingesetzten Hard- und Software habe ich bis jetzt keine ausmachen können. Die Integration von OneDrive und das damit verbundene Arbeiten ist, soweit man davon Gebrauch machen will, sicherlich einfacher als bei früheren Windows-Versionen.

Alles in allem macht, das Arbeiten mit Windows 10 mehr Spass als mit Windows 8.1

Das Upgrade

 Windows 10 im Einsatz

Windows 10 im Einsatz

Das Upgrade von Windows 8.1 auf Windows 10 hackte zu Beginn etwas und brach 2-3 mal mit einer Fehlermeldung ab, die auf die generische Hilfeseite von Microsoft über den Update selbst verwies. Nach einigen Reboots und erneutem Download der Windows 10 Installationsdateien funktioniert dann aber alles reibungslos.

Was auffällt ist, wie schon bei Windows 8.x, die (un)Menge an vorinstallierten Apps, die keiner haben will (zumindest ich nicht). Windows 10 kennt verschiedene Arten der „Deinstallation“ der installierten Apps.

Zum einen kann man einige einfach via Startmenü „entfernen“, mittels Power Shell für den Benutzer oder sogar Systemweit deinstallieren. Zu beachten ist hier jedoch, dass dadurch aber auch andere Apps nicht mehr korrekt funktionieren könnten.

Eine Ausführliche und sehr gute Anleitung der verschiedenen Methoden und damit verbundener Gefahren findet man bei DeskModder.de.

Nebst meiner 42 Stunden Arbeitswoche beschäftigten mich noch andere Aktivitäten (wie z.B. der Schulrat oder die Mitarbeit bei einer Kommission der Gemeinde), dem Engagement bei der FDP.DieLiberalen und der Amateur-Photo-Vereinigung March regelmässig.

Von Frühjahr bis Sommer, während der Lehrabschlussprüfungen, bin ich zusätzlich als Experte für die Prüfungskommission 19 des Kantons Zürich unterwegs. Das sind jeweils nochmals zwischen 40-80 Arbeitsstunden die ich beschäftigt bin.

Peer-to-Peer Updates

Eine neue Funktion in Windows 10 ist sicherlich die Möglichkeit den eigenen PC für andere Systeme als „Download-Server“ für Windows Updates zur Verfügung stellen.

Wer dies nicht möchte, kann die Funktion in den EinstellungenUpdate und SicherheitWindows UpdateErweiterte OptionenÜbermittlung von Updates auswählen deaktivieren.

 Anpassen der Einstellungen

Anpassen der Einstellungen

Datensammler inklusive

Ein grosser Wehrmutstropfen ist, wie in verschiedensten Medien und Blogs zu lesen ist, die Datensammelwut von Windows10.

Wenn einem die Vorzüge welche ein aktiviertes Microsoft Konto mit sich bringen (wie z.B. die Synchronisation der persönlichen Einstellungen, direkter Zugriff auf OneDrive, etc) nicht wichtig sind, sollte mit einem lokalen Benutzerkonto gearbeitet werden. Idealerweise richtet man dieses lokale Konto gleich zu Beginn der Installation von Windows 10 ein. Analog bei Google mit seinem Android Betriebssystem bedingt dies aber einige kleinerer Komforteinbussen bei der Arbeit mit Windows 10 (regelmässiges Anmelden z.B. im AppStore, etc).

Um der Sammelwut etwas Einhalt zu gebieten, sollte als allererstes ein Augenmerk auf die anderen Optionen in den Datenschutzeinstellungen geworfen werden (zu finden in den Einstellungen mittels Tastenkombination [Windows] I).

Der Misstrausche Zeitgenosse schaltet grundsätzlich alle Optionen aus oder schränkt zumindest denn Zugriff der einzelnen Rechte (z.B. Kamera & Mikrofon) auf die Apps ein, die er wirklich benötigt oder die aus seiner Sicht Sinn machen. Insbesondere die Verwendung der persönlichen Werbungs-ID sollte abgeschaltet werden.

Alternativ hat GIGASoftware auf Ihrer Webseite ein Freeware Tool mit dem Namen Remove Windows 10 Spying Features vorgestellt. Das Tool benötigt keine Installation (portable) und passt zudem auch die Windows 10 Host Datei an, um allfällige Kontaktversuche von bekannten Tracking-Servern ins Leere laufen zu lassen.

Auch auf GIGASoftware findet man einen Beschrieb für ein Tool namens DoNotSpy10, bei welchem aber sog. Adware mitinstalliert wird, wenn man nicht genau aufpasst.

Desweiteren findet sich auf GHacks.net eine kleine Übersicht von bekannten Windows 10 Privacy Tools.

Windows Sicherung

Auch das neue Windows hat das Problem von möglich defekter Hardware, Viren oder allgemeinen Datenverlust nicht lösen können. Ein empfiehlt sich deshalb zwingend ein regelmässiges Backup seiner Daten und des Betriebssystems zu machen.

Eine Möglichkeit der Sicherung der persönlichen Daten habe ich in einem älteren Blog Eintrag mit dem Namen Wohin mit all meinen Daten? erwähnt, aber auch für das Betriebssystem muss ein Backup her.

Windows 10 bietet hier von Haus aus, drei verschiedene Möglichkeiten an welche alle ausführlich von Deskmodder.de im Artikel Windows 10 sichern Sicherung Backup erstellen und wiederherstellen erklärt werden.

Einige allgemeine Einstellungen und Hinweise

Wie schon bei früheren Windows Versionen gibt es Dinge, die einem gefallen und andere Dinge, die einem überhaupt nicht zusagen und die man gerne anders „eingerichtet“ haben möchte.

Hier eine kleine Zusammenstellung von Tweaks und Tricks die ich im Netz gefunden habe:

Einige der hier vorgestellten Einstellungen, lassen sich im übrigen auch über das Tool W10Privacy einstellen.

Deskmodder.de unterhält im Übrigen ein Portal zu Windows 10 Themen. Vom Herunterfahren, über das Backup, verschiedenste Tutorials, System Tweaks und einiges mehr findet man dort interessante Artikel. Reinschauen lohnt sich…