Einstieg in die Welt der Multikopter

Da die Fotografie ebenfalls ein Hobby von mir ist, überlegte ich mir schon vor langer Zeit, als die ersten Multikopter aufkamen, ob ich mich mit dem Thema beschäftigen sollte. Aber ein System, mit welchem vernünftige Fotos und/oder Filme aus der Luft gemacht werden konnten, sprengte mein Budget doch bei weitem

Da die Fotografie ebenfalls ein Hobby von mir ist, überlegte ich mir schon vor langer Zeit, als die ersten Multikopter aufkamen, ob ich mich mit dem Thema beschäftigen sollte. Aber ein System, mit welchem vernünftige Fotos und/oder Filme aus der Luft gemacht werden konnten, sprengte mein Budget doch bei weitem.

Wie gesagt, dies war vor etwas mehr als 2 Jahren und in der Zwischenzeit hat sich auch bei den Multikoptern einiges getan.

Robbe Galaxy Visitor 3 – Kurzer Flug-Bericht

 Der Galaxy Visitor 3 von Robbe direkt aus der Verpackung.

Der Galaxy Visitor 3 von Robbe direkt aus der Verpackung.

Wie es der Zufall wollte entdeckte ich für kleines Geld ein Demo-Gerät des Robbe Galaxy Visitor 3. Der perfekte Einstieg für das Teilgebiet der Multikopter, wie ich fand; 720p HD-Kamera inklusive.

Nachdem ich den Quadrokopter erhalten hatte, machte ich mich gleich an den ersten Übungsflug. Ausnahmsweise habe ich zuerst sogar die Bedienungsanleitung gelesen und mir so mal einen ersten Überblick über die verschiedenen Flug Modi und Funktionen gemacht.

Das Gerät verfügt über drei Flug-Modi (Anfänger, Höhensteuerung und Fortgeschritten) welche mittels der AUX2-Taste jederzeit umgeschaltet werden können, was aber tunlichst nicht während des Fluges gemacht werden sollte.

Der Anfänger-Modus begrenzt die Flughöhe auf ca. 2-3 Meter und reagiert sehr gutmütig auf den Anfänger hinter der Fernbedienung. Man hat das Gerät eigentlich sehr schnell im Griff. Der Kopter verfügt ebenfalls über einen „Not Modus“ (kann durch die Taste AUX1 ausgelöst werden), in welcher der Kopter langsam und automatisch in Richtung der Fernbedienung zurückfliegt.

Grundsätzlich funktioniert dies auch nicht schlecht, wobei 100% darauf verlassen kann man sich nicht. Teilweise hat man Kopter zwischendurch einen „Schluckauf“ gekriegt und die ganze Zeit die Höhe variiert und ist sogar einmal von der Fernbedienung weggeflogen. Aber in 90% der Fälle klappte es ziemlich gut.

Auch die Es gibt auch noch einen Dual-Rate bzw. einen „Intelligenten Flugmodus“, welche ich aber bis dato nie ausprobiert hatte.
Zugegebenermassen fehlt mir etwas die Vergleichsmöglichkeiten, aber das Fliegen mit dem Galaxy Visitor 3 macht wirklich Spass und als Anfänger-Gerät ist es, denke ich, sicherlich nicht schlecht.

Die Sache mit den Fotos

Die Fotos können während des Fluges mit der entsprechenden Picture-Taste bei der Fernbedienung ausgelöst werden.

Was mit aufgefallen ist, nicht jedes Mal wenn ich die Taste gedrückt hatte, wurde auch immer ein Foto gemacht. Teilweise musste ich die Taste zwei Mal betätigen, damit das aktuelle Bild auf die Micro SD-Karte geschrieben wurde.

Zugegeben, als ich das Ding gekauft hatte, erwartete ich jetzt nicht gestochen scharfe Bilder, aber trotzdem wurde ich enttäuscht.

Die Bilder haben einen extrem hohen „Rot-Anteil“ und haben ungefähr dieselbe Qualität wie mein altes Toshiba Mobile, dass ich vor ca. 5 Jahren in die Tonne klopfte

Es kommt noch schlimmer – Die Videofunktion

Naja, habe ich mir gedacht, wenn ich einigermassen brauchbare Videos machen kann, ist’s ja auch ok. Und mit brauchbar meine ich Videos mit der genannten Fotoqualität, die flüssig „dahinlaufen“.

Wie bei den Fotos kann die Aufnahme durch einen Tastendruck auf der Fernbedienung gestartet werden und wie bei den Fotos klappte dies nicht immer. Das blinkende LED am Bauch des Kopters startete auch hier oftmals erst mit dem zweiten Tastendruck. Umso ärgerlicher, weil man das kleine LED, je nach Standort und Flughöhe nicht immer sieht.

Nachdem ich die ersten Videos am Computer anschauen wollte, war ich ein weiteres Mal bitter enttäuscht. Nicht nur, dass bei mehr als der Hälfte der Videos irgendwann das Bild „stehenbleibt“ (der Ton läuft weiter) und man quasi ein Standbild hat, machen auch die Ruckler und die Verzerrungen nicht wirklich Spass.

Fazit

Das Fliegen mit dem Galaxy Visitor 3 macht wirklich Spass und da das Gerät sehr leicht ist, verzeiht es auch ohne Probleme Abstürze von einigen Metern auf den Rasen. Auch die Rotorblätter sind i.O., sie haben bei mir den Kontakt mit dem Rosenstock, dem Gartenstuhl, dem Sonnenschirm und einen Absturz aus 2 Metern auf den Betonboden überlebt.

Also für mich als „Übungsmodell“ ist es durchaus passabel.

Wegen den filmischen und fotografischen Fähigkeiten braucht man diesen Kopter nicht zu kaufen und ich frage mich deshalb, ob es nicht günstigere Alternativen zum „nur fliegen“ gibt…