Ein Beitrag zur Transparenz

Überall wird nach Transparenz geschriehen und als Freund ebendieser leiste auch ich meinen Beitrag zu mehr Transparenz – freiwillig und ohne Zwang

Die Idee zu diesem Beitrag hatte ich schon vor längerer Zeit, aber wie das Leben so spielt verschwand der erste Entwurf irgendwo in der Fülle und Hülle des virtuellen Arbeitsstapels.

Angestachelt von einem Tweet des SP Kantonsrats(-kandidaten) @LukaMarkic, der seine Kantonsratsabrechnung unter dem Titel „Mehr Transparenz im Kantonsrat“ veröffentlich hat, griff ich das Thema wieder auf und wertete meine Abrechnungen und Zeitaufwände für den Schulrat der Gemeinde Schübelbach einmal auf.

Kleiner Exkurs – Die Transparenz bei den Kantonsratswahlen

 Mein persönlicher SmartSpider 2012 und 2015

Mein persönlicher SmartSpider 2012 und 2015

Zuerst aber noch ein kleiner Exkurs zu einem anderen Transparenz-Thema: Im March Anzeiger monierte Luka Markic, dass die bürgerliche Regierung keine Transparent bei den Kantonsratskandidaten möchte, weil die CVP, FDP und SVP Kanton kein Geld für smartvote.ch bereitstellen wollte. Einzig SP und Grünliberale wollten das vorhaben unterstützen.

Durch die Tatsache, dass die Wahlkreise auf die Gemeinden begrenzt sind, sind die meisten Personen den Wählern bekannt und anders als bei Wahlen für das Bundesparlament ist der Mehrwert einer solchen Aktion für die Bevölkerung tendenziell eher gering und somit sind die Entscheide der einzelnen Parteien durchaus nachvollziehbar. Zumal das Geld auch für die bürgerlichen Parteien nicht auf Bäumen wächst, auch wenn das von SP und den anderen Parteien links der Mitte gerne so dargestellt wird.

Es gibt keinen Grund wieso nicht jeder Kandidat selbst seine politischen Standpunkte bekanntmachen kann. Möglichkeiten dazu gibt es, vor allem in Zeiten von Internet und der unmenge an möglichen Social Media-Kanälen, genügend.

Zudem besteht immer noch die Möglichkeit den persönlichen Smart Spider der NR Wahlen 2015 zu veröffentlichen. Das geht einfach und schnell. Facebook oder eine persönliche Homepage machen das ohne grossen Aufwand möglich.

Deshalb habe ich meinen Smart Spider (sogar im Vergleich zu 2011) hier nochmals publiziert. Leider hat gerade Luka Markic keinen aktuellen Smart Spider veröffentlicht und auch seine politischen Positionen verweisen auf eine nicht mehr vorhandene Web-Seite. Sucht man auf Google, findet man den Smart Spider von 2011 des SP-Kantonsrats, aber leider nichts Neueres.

Dafür sind alle Motionen, Vorstösse und Abrechnungen etc auf seiner SP Seite aufgelistet; etwas das mittlerweile viele Politiker auf ihren Homepages dokumentieren.

Mein persönlicher Transparenzbericht

Während Herr Markic lediglich seine eingereichte Abrechnung veröffentlichte, wollte ich einen Schritt weitergehen.

Da ich, auch für mich selbst, meine Aufwände mittels des Gleeo Time Trackers aufzeichne (seit 2013) ist es mir möglich genau zu aufzuzeigen, wie hoch meine Aufwände sind und was abgerechnet wurde.

Selbstverständlich habe ich nicht jede, beliebig kurze Aktivität erfasst, sondern nur Arbeiten die in direktem Zusammenhang mit einer Sitzung (Vor-/Nachbereitung), eines Projektes oder eines Auftrages angefallen sind. Getätigte Telefonate, Besuche und Gespräche mit Schulleitung, Eltern, Gemeindeverwaltung, Lehrpersonen, etc. wurden in dieser Zusammenstellung nicht berücksichtigt.

 Zusammenfassung der geleisteten und verrechneten Aufwände für die Arbeit im Schulrat zwischen 2013 und 2015 - Zur Vergrösserung bitte anklicken

Zusammenfassung der geleisteten und verrechneten Aufwände für die Arbeit im Schulrat zwischen 2013 und 2015 - Zur Vergrösserung bitte anklicken

Einige Ergänzungen:

  • Obwohl das Spesenreglement eine Kilometerentschädigung vorsieht, ist es aus meiner Sicht unsinnig Strecken unter 10km überhaupt aufzuschreiben/abzurechnen. Einzig der Besuch des Schulrätekurses in Rothenthurm, bei dem wir eine Fahrgemeinschaft gebildet hatten, habe ich deshalb abgerechnet.
  • Ich engagiere mich im Schulrat nicht wegen des Geldes, sondern weil ich davon überzeugt bin, dass ein gut funktionierendes Schulsystem wichtig für alle Bürger der Gemeinde ist. Deshalb sehe ich keinen Grund wieso ich eine minutengenaue Abrechnung meiner Aufwände machen sollte. Ich mache die Arbeit für die Bürger der Gemeinde und weil es mir Spass macht und nicht für meinen „Geldsäckel“.
  • Da die Schulräte oftmals Dokumente vorbereiten und diese für die Sitzungen selbst ausdrucken und/oder zusätzlich auf dem Postweg versenden, wurden 2015 das erste Mal eine Pauschalspesen von 100.- CHF pro Schulrat für Verbrauchsmaterial (Papier, Toner, Briefmarken, etc) ausbezahlt. Im Gegenzug gibt es für die Schulratssitzungen selbst keine Entschädigung.