Schon als kleiner Junge wollte ich wissen wie die Dinge funktionieren. Ich habe alle Geräte und Geräteschaften, die mir in die Finger gekommen sind, auseinander geschraubt und versucht zu verstehen was wie funktioniert und wieso etwas so gebaut wurde, wie es gebaut wurde.

Schon als kleiner Junge wollte ich wissen wie die Dinge funktionieren. Ich habe alle Geräte und Geräteschaften, die mir in die Finger gekommen sind, auseinander geschraubt und versucht zu verstehen was wie funktioniert und wieso etwas so gebaut wurde, wie es gebaut wurde.

Der Drang nach Wissen, das logische Verknüpfen von Informationen, analytisches Denken, Probleme zu analysieren und diese zu lösen, waren schon immer meine Stärken. Schon früh faszinierte mich die IT und ich erstellte, in Ermangelung eines Computers, auf der Schreibmaschine meines Grossvaters meine ersten BASIC Programme.

Ich wollte mein Hobby zum Beruf machen und entschied mich dies über eine Elektroniker-Lehre, da es keine Informatikerlehre gab, in Angriff zu nehmen. Während meines beruflichen Lebens entwickelte sich auch immer mehr eine Affinität zu Prozessen, Prozessoptimierung und auch Führungsthemen und -fragen.

Alcatel Schweiz AG

Da es Anfang der 90er Jahre noch keine Informatiker-Ausbildung gegeben hat, entschloss ich mich für eine Elektroniker-Lehre (mit Fachrichtung Computer Software) und wollte mich dann zum Informatiker weiterbilden. Diese durfte ich bei der Firma Alcatel Schweiz AG (jetzt Alcatel-Lucent Schweiz AG) in der Au (ZH) absolvieren. Während der Lehrzeit habe ich einige interessante Arbeiten im gesamten Betrieb absolvieren. Im vierten Lehrjahr durfte ich, aufgrund meiner sehr guten Beurteilung, in der Informatik-Abteilung arbeiten und lernte viel über Netzwerke, Unix, VAX/VMS Systeme, PDB-11 und natürlich die Windows 3.11 und Windows NT Welt.

Alcatel Schweiz AG

Später, nach der Lehre erhielt ich bei der Alcatel eine Festanstellung in der Informatik-Abteilung und arbeitete zuerst im 1st/2nd Level Support in der Fabrikation in der Au (ZH). Während dieser Zeit betreuten ich, zusammen mit meinen Kollegen UNIX, Windows 3.11, PDB-11 und VAX/VMS Systeme. Kurze Zeit später erhielt ich die Möglichkeit beim der Umsetzung des PC-Server Konzeptes mitzuarbeiten. Zusammen mit meinem Arbeitskollegen habe ich die Migrationen auf das neue Konzept am Standort Au und den beiden Standorten in Zürich durchgeführt.

Alcatel Schweiz AG

Für die neue Aufgabe musste ich von der Au (ZH) an den Hauptsitz nach Zürich wechseln und war, zusammen mit meinem Vorgesetzten, für die gesamte Windows NT Server-Farm & Desktop-Umgebung hauptverantwortlich.

Dazu gehörten die gesamte Windows Umgebung der Alcatel Schweiz AG mit allen Domain-Servern, sowie SQL, SMS und Exchange-Server, sowie den ganzen Desktop Support (Incident & Problem-Management). Auch die Definition und Evaluierung der gesamten Standard-Hardware & -Software, sowie die Verantwortung für den gesamten Implementationsprozess (Plannung, Engineering und Deployment) gehörten zu meinem Fachbereich.

Diese Services erbrachten wir zusammen mit dreizehn anderen Personen, welche auf ein Helpdesk und ein Windows Client Team aufgeteilt waren.

Zwischenzeitlich plante und realisierte ich eine Windows NT Terminal Server Umgebung innerhalb der Alcatel Schweiz AG und war im internationalen Year-2000 Projekt der Fachverantwortliche für das Information Center (IC) Schweiz und Ansprechpartner innerhalb des Alcatel Konzernes für die Alcatel Schweiz AG.

Ebenfalls zu meinem Aufgabengebiet kam die Betreuung eines Lehrlings, während seiner Zeit bei uns im IC Team.

Ungefähr im Jahr 2002 wurde uns mitgeteilt, dass die Alcatel sämtliche IT Dienstleistungen zentralisieren werde und in der Schweiz nur noch 1st Level-Support erbracht werden wird.

Ab 1999 war ich offizieller Stellvertreter des Teamleiters und habe das Team, während dessen längeren Reisen (während 3 und 6 Monaten), alleine geführt.

Alcatel Schweiz AG

Zusammen mit zwei Arbeitskollegen erarbeitete und definierte ich in dieser Zeit die IT & IS Prozesse nach ITIL der Abteilung, welche von den zentralen IT Einheiten in Deutschland und Frankreich, übernommen wurden.

Ich durfte das verbliebene fünf Mann bzw. Frau starke IS/IT-Team fachlich und personell führen und war massgeblich bei der Übergabe der Services von der Alcatel Schweiz AG zu den internationalen Partnern beteiligt.

Deltavista AG

Nach meiner interessanten und lehrreichen Zeit bei der Alcatel, wechselte ich zur Firma Deltavista AG und war, zusammen mit meinem fünf Mann starken Team für das 7x24h Datacenter, den Betrieb der 70 Linux- und Windows-Server (Domain-Controller, MS SQL, MySQL, IIS, Apache, etc), des gesamten Netzwerkes (LAN und WAN-Anbindungen), der gesamten Telematikinfrastruktur sowie der ca. 40 Client-Systeme verantwortlich.

Während dieser Zeit arbeitete ich intensiv mit unseren Operation Partnern in Deutschland, Österreich und Polen, sowie den Entwicklerteams in der Schweiz und Polen zusammen, um verschiedenste Kundenprojekte, aus Sicht Operations, umzusetzen.

Leider wrikte sich die grosse Anzahl an Überstunden und die regelmässigen Notfall-Einsätze in der Nacht, am Wochenende und am Sonntag, negativ auf mein Studium aus und als mir die UBS AG ein Jobangebot machte, konnte ich nicht ablehnen.

UBS AG

Bei der UBS AG arbeitet ich zuerst als ICT System Specialist im Configuration Management and Application Planning Team, welches sich für Planung und Durchführung der Software Updates auf den ca. 32’000 Systemen der Desktop-Plattform Windows XP (vorwiegend in der Schweiz) verantwortlich zeichnete.

Schon nach kurzer Zeit wurde mir anerboten im Internationalen Windows XP Konsolidierungsprojekt mitzuarbeiten. Während dieser Zeit begleitet ich die technischen Verantwortlichen in Singapore, Hong Kong, Taiwan, UK, Bahamas und USA und war Verantwortlich für die Koordination der Applikationsporfolios in den Ländern USA und Taiwan.

Noch im selben Jahr wurde ich angefragt ob ich im International Wintel Process Alignment Projekt mitarbeiten wolle, welches zum Ziel hatte den eingesetzten Software Implementationsprozess zu vereinheitlichen und somit allen involvierten ca. Ländern (ca. 24) einen einheitlichen Prozess, unter Berücksichtung sämtlicher Audit und Policy-Vorgaben, zur Verfügung zu stellen.

In diesem Projekt arbeitete ich vorwiegend bei der Definition des Prozesses mit und stellte die technische Machbarkeit aus Sicht Configuration Management and Application Planning sicher.

UBS AG

In der Zwischenzeit zeichnete ich mich ebenfalls verantwortlich für die Planung und Durchführung der monatlichen Security-Update Releases, sowie den regelmässigen Core Build Updates und rapportierte dabei direkt an die Sektionsleiterin.

Zur Unterstützung erhielt ich den zunächst einen Mitarbeiter und nach einer grösseren Reoganisation, wurden meinem Team drei weitere Personen (in London, Basel und Zürich) zugeteilt. Später übernahm ich zusätzlich die fachliche Führung von drei zusätzlichen Personen in den USA.

Im Desktop Transformation Programm, welches kurz nach dem Wintel Prozess Alignment Projekt startete, war ich ebenfalls aktiv involviert und erstellte, zusammen mit meinen Partnern innerhalb der Abteilung das Operational Model für unsere Sektion.

Während den Abwesenheiten des Sektionsleiters übernahm ich dessen Stellvertretung und rapportierte direkt an die Abteilungsleiterin in London und später an deren Nachfolger in Zürich.

Bei Problemen während oder direkt nach dem Rollout koordinieren meine Mitarbeiter und ich die involvierten Teams zur schnellen Lösungsfindung und rapportierten in solchen Fällen direkt an das Management der Abteilung bzw. der nächst höheren Stufe.

Desweiteren vertrete ich mit meinem Team unsere Abteilung in den Vulnerability Management Gremien.

Ausbildung

Nicht nur Muskeln wollen trainiert werden, auch unser Gehirn braucht regelmässige herausforderungen und eine gute Ausbildung ist ein erster wichtiger Schritt um sich stehts weiter zu entwickeln. Es versteht sich daher von selbst, dass ich mich nie gescheut habe eine Ausbildung zu machen, wenn ich die Möglichkeit dazu hatte.

Diverse Microsoft Kurse und Zertifikate wie z.B.

  • Windows NT 4.0
  • MS Windows based Terminal Server
  • MS SQL Server 7.0
  • Windows 2000

Ausbildung an der Hochschule für Technik Zürich. Vorgängig zum Beginn des Studiums habe ich noch ein Zulassungsstudium absolviert, da ich keine Berufsmaturität während der Lehre absolviert hatte. Das Studium war berufsbegleitend und ich hatte während der ganzen Zeit eine Anstellung von 80% bzw. 100% bei meinem Arbeitgeber.

Während des Studiums absolvierte ich folgende Vertiefungsfächer:

  • Gründung neuer Unternehmen
  • Marketing
  • Systemsoftware
  • Informationssysteme
  • Software Engineering und Software Management
  • Kryptografie
  • Datenkommunikation
  • Internet Technologien

UBS Interne Kaderausbildung mit den Schwerpunkten

  • Rolle als Leader und Manager
  • Sich selber führen und kennen
  • Ressourcen optimal nutzen
  • Leistung maximieren
  • Schwierige Diskussionen führen
  • Management im Rahmen der Schweizer Rechtsvorschriften
  • Talent- und Teamentwicklung

UBS interne Projektmanagement Ausbildung für Projektleiter mit den Schwerpunkten:

  • Grundlagen des Projektmanagements und Projektleitung
  • Effiziente Teamarbeit
  • Projektplanung und –abwicklung, Projektsteuerung, Controlling
  • Stakeholder Management mit Kommunikationsplanung
  • Risiko- und Qualitätsmanagement

UBS interne Kaderausbildung für Manager der zweiten Führungsstufe, mit dem Schwerpunkten:

  • Arbeiten in der Rolle als “Manager of Managers”
  • Strategien für Start-Up-, Turnaround-, Realignment- and Sustaining Success-Situationen kennen
  • Coaching Praxis
  • Top Management Diskussionen

Zertifizierung als ITIL Experte folgenden abgeschlossenen Ausbildungsteilen (inkl. Zertifizierung):

  • ITIL Managing Across the Lifecycle
  • ITIL Operational Support and Analysis
  • ITIL Service Offerings and Agreements
  • ITIL Release, Control and Validation
  • ITIL Planning, Protection and Optimization
  • ITIL Foundation

Sonstige Erfahrungen und Engagements

Ich bin der Überzeugung, dass wir lernen, wenn wir neues versuchen. Deshalb ist für mich nicht nur die akademische Bildung wichtig, sondern auch das man seinen Erfahrungsschatz weiter entwickelt und neues versucht. Es versteht sich von selbst, dass ich auch ausserhalb von Beruf und Ausbildung nach Möglichkeiten suche, um Erfahrungen zu sammeln und um mich persönlich weiter zu entwickeln.

Dies ist unter anderem einer der Gründe wieso ich mich politisch engagiere. Es ist nicht nur, dass wir als Schweizer die Möglichkeit haben aktiv mit bestimmen zu können, wie wir unser Land formen wollen, sondern wir haben so auch die Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln, die wir im Beruf und Privatleben, so nie machen könnten und uns aber gerade im beruflichen Umfeld oftmals von grossem Nutzen sein können.

Zusammen mit meinem besten Kollegen, haben wir zu unsere Sekundarschulzeit den ECC (Europe Computer Club) gegründet. Nebst unsere Tätigkeit im Vorstand erstellten wir eine monatliche Clubzeitschrift, mit Tipps und Tricks rund um das Thema Computer, welche wir unseren Clubmitgliedern verteilten und bei welchem wir regelmässige Treffen organisierten.

Aufgrund Zeitmangels während der Lehre sind wir beide aus dem Vorstand zurück getreten, waren aber noch einige Jahre Mitglied des Clubs, bis dieser schliesslich aufgelöst wurde.

In dieser Zeit gründeten zwei damalige Arbeitskollegen und ich die i-Services GmbH (jetzt monostream GmbH).

Da wir alle drei  kurz vor Vertragsende bei der  Alcatel Schweiz AG  direkt wieder neue Jobs (nebst diversen Weiterbildungen) gestartet hatten, blieb uns nicht sehr viel Zeit um dieses Projekt weiter voranzutreiben und weitere Kunden zu aquirieren.

Wir betrachteten dieses Firma in erster Linie als eine Art Weiterbildung, welche sich für uns mehr als gelohnt hat. Mit den drei Kunden die wir hatten, konnten wir unsere temporären Mitarbeiter bezahlen und gleichzeitig konnten wir Erfahrungen bei der Firmengründung, Buchführung, Steuern und der Personalbewirtschaftung sammlen. Die Stunden die wir, nebst unserem Hauptberuf, der Familie und dem Studium absolvierten, waren für uns Ausbildungskosten, die wir gerne bereit waren zu leisten.

Später verkauften wir die Firma an einen unserer temporären Mitarbeiter, welcher zusammen mit seinem Kollegen, die Zeit intensiv nutzte und die Firma weiter entwickeln konnte.

Seit einigen Jahren bin ich bei der Amateur-Photo-Vereinigung-March (APVM) dabei und bin in diesem Verein seit 2014 als Kassier im Vorstand.

Nähere Details zum APVM und meinen Aktivitäten findet sich in meinen Artikeln zum Thema Fotografie